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Bericht - Yellow Submarine 2010

zum Turnier Yellow Submarine 2010

Gleich in Dresden und dann weiter nach Pilsen. Morgen früh um 9:20 Uhr haben wir dann das erste Spiel.

Update Freitag: Die Fahrt nach Pilsen wurde nur durch einige Navigationsprobleme erschwert, wir wurden jedoch mit schöner ländlicher Atmosphäre entschädigt. Gegen 23 Uhr in Pilsen fanden wir auch irgend wann die Schlafhalle und richteten uns ein Basislager her.

Dann gingen wir los frische Tausender (1 EUR ~ 25 CZK) abheben und ein gemütliches Lokal am besten mit der Möglichkeit zum Essen ausfindig zu machen. Leider hatte nicht mehr viel geöffnet und in der Nähe der Schlafhalle war nur eine 24h Sportbar zu finden. Dort konnten wir allerdings Pizza vom lokalen Bringdienst hinbestellen und die Kellnerin war so freundlich unsere Bestellung aufzunehmen und dort anzurufen.

Endlich ein frisches Pilsener Bier in der Hand, ging auch schon die Rätselei los, die uns für den Rest des Wochenendes alles abverlangen würde. Ähnlich wie das Ultimate, das am nächsten Morgen um 9:20 Uhr begann.

Update Samstag: Die Nacht verlief recht ruhig. Allerdings wurden wir übermäßig früh von den anderen Spielern geweckt, die einfach nicht leise aufstehen konnten. Ein gutes Frühstück mit allerlei herzhaften tschechischen Spezialitäten brachte unseren Kreislauf in Schwung und die Vorfreude auf die anstehenden Spiele begann.

Wir hatten allerdings noch ein Problem. Drei weitere Spieler, insbesondere zwei Frauen, waren seit morgens aus Berlin unterwegs und würden uns erst am Nachmittag unterstützen können. Bis dahin halfen uns einige tschechische Spielerinnen über die Runden. Dennoch konnten wir die ersten drei Spiele, auch wenn einige knappe dabei waren nicht für uns entscheiden.

Als die Verstärkung eintraf war die Stimmung auf ihrem Höhepunkt. Wir spielten voller Energie auf und holten eine Scheibe nach der anderen in der Defense. Leider half uns dieser Adrenalinrausch nicht in der Offense, da wir dort etwas überhastet spielten und so das vierte Spiel knapp verloren, nachdem wir zwischenzeitlich sogar führten.

Dieses Problem sollte uns für den Rest des Turnieres begleiten. Denn auch das folgende fünfte und letzte Spiel des Tages begannen wir ordentlich, setzten uns aber ab der Hälfte selbst zu stark unter Druck und machten in der Folge zu viele Fehler und verloren am Ende recht deutlich.

Update Samstag Abend: Nach den fünf Spielen hatten wir natürlich riesigen Hunger und machten uns auf den Weg durch das verschneite Pilsen, auf der suche nach reichhaltiger Nahrung. Die fanden wir dann in Form des ältesten Bierkellers der Stadt. Die Speisekarte bot deftige Knödel und Wild und erlesene Biere.

So erlabt und allmählich erschlappend machten wir uns auf den Weg in die Schlafhalle. Um zwei Stündchen Schlaf zu erhaschen, bevor wir die offizielle Party ansteuern würden. Leider hatte sich der Autor mit seinem Schlafsack ungünstig postiert und konnte durch stundenlange Gespräche zweier tratschsüchtiger Teamkameradinnen einfach nicht einschlafen. Gerade als mir die Augen zufielen, ging das Licht in der Halle an, da einige andere Teams ebenfalls vom Essen zurückkamen.

Die Party war in einem Großraumpub der Pilsner Innenstadt. Leider hatten sich die Teams untereinander etwas abgeschottet, wie es schien und uns blieb auch nichts anderes übrig, als einen eigenen Tisch zu besetzen. Die kreativen Geister des Teams ersannen ein lustiges Partyspiel nach dem anderen, der besondere Renner war Mord in Palermo,  und der Nachschub mit Bier, für den sich jeder mal verantwortlich fühlte funktionierte fabelhaft.

So verging die Zeit äusserst vergnüglich, bis wir mit dem ausrichtendem Team die letzten auf der Party waren. Doch eines hatten wir den ganzen Abend vermisst. Es gab kein Beer Race! Also forderten wir eins ein und veranstalteten dies untereinander. Die Bestzeit war selbst zu so später Stunde noch unter 50 Sekunden, eine fabelhafte Zeit!

Während des vergangenen Tages wurde außerdem ein Lied einstudiert, welches wir inbrünstig auf dem Nachhauseweg zwischen Taxi und Schlafhalle sangen und selbst in der Halle noch zum besten gaben. Damit machten wir uns wahrscheinlich nicht gerade beliebt und verloren wohl einige Spirit-Punkte, verleihten unserem gefühlten Partysieg aber Nachdruck :-).

Update Sonntag: Nach einer großartigen Party konnten wir trotzdem relativ viel Schlaf erhaschen (ca. drei Stunden). Nach unserem Unglück in der Vorrunde am Samstag hatten wir nun wenigstens eins der drei verbleibenden Spiele im unteren Pool zu gewinnen, um nicht tatsächlich Letzte zu werden.

Leider wurde unser Spieltag vom Verlauf einer Katastrophe dauerhaft überschattet. Eines der Autos sprang nicht mehr an und war somit gestrandet. Es war das Auto, das am Abend zurück nach Berlin fahren sollte, damit vier fleißige Arbeiter und Stundenten pünktlich und ausgeruht ihre Aufgaben wahrnehmen konnten.

Der ADAC wurde angerufen und war im ständigen Dialog mit der Besitzerin, die zusätzlich zu einem weiteren Fahrer kaum mehr am Spielbetrieb teilnehmen konnte. Etwas unkonzentriert und verunsichert verloren wir nun erneut ein Spiel nach dem anderen. Selbst der Flieger-Cheer im letzten Spiel konnte unser Spiel nicht mehr beflügeln und wir mussten uns einem starken Pickup-Team geschlagen geben.

Dann musste alles schnell gehen. Der ADAC-Mann war da und begleitete das per Anschieben notgestartete Auto zur nächstgelegenen Werkstatt hinter der Grenze. Die verbliebenen SPieler warteten auf Neuigkeiten und die Siegerehrung.

Damit beendeten wir das Turnier auf dem 24. und letzten Platz, erhielten aber dennoch eine Urkunde, die wir trotz allem ehrenvoll entgegen nahmen.

Update Sonntag Abend: Wir hatten für den Sontag Abend ein Apartment in der Prager Innenstadt gemietet, um das Ultimate-Wochenende mit einem Ausflug dorthin abzurunden. Wir machten uns also zu sechst auf den Weg. Und von hier an sollte alles gut werden.

Das defekte Auto funkte Details, dass tatsächlich nur der Anlasser verstellt war und das anziehen einer Schraube den Fehler im Handumdrehen behob. Eine glückliche Heimfahrt war den Heimfahrern alse beschert und wir waren erleichtert.

Aufgrund vorheriger Tipps der Prager Turnierausrichter, parkten wir unsere Autos auf einem bewachten Parkplatz an einer Metro-Station. Dort kostete der Stellplatz pro Auto für zwei Tage und eine Nacht nur ca. 5 Euro. EinSchnäppchen im Vergleich zur Innenstadt. Ausserdem kamen wir in den Genuss der Prager U-Bahn, die uns schnell in die Stadt fuhr.

Pünktlich um acht waren wir in Prag und staunten nicht schlecht, als wir das Apartment mit drei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche und Bad betraten. Essen für die obligatorischen Spagetti mit Tomatensoße war gekauft und wir knipsten das Sattelitenfernsehen für einen spannenden Tatort zum Essen ein. Die Tatsache, dass es ein mangelhafter Polizeiruf, statt eines Tatorts war konnte uns nun aber auch nicht mehr bremsen und guter Dinge machten wir uns auf den Weg die Prager Innenstadt zu erkunden.

Wir fanden den Rathausplatz, die Altstadt, die Karlsbrücke und, um den Anstrengungen der vergangenen Tage etwas nachzugeben schließlich eine coole Metal-Kneipe. Dort fielen den ersten auch langsam die Augen zu und wir machten uns auf den Weg zurück in unsere zahlreichen Gemächer.

Update Montag: Ein äusserst erholsamer Schlaf in richtigen Betten und unglaublicher Stille - Prag ist wirklich seltsam leise für eine Großstadt - Machten wir uns erneut auf den Weg, die anderen Attraktionen zu begutachten. Der Höhepunkt war hier die Prager Burg, von der aus man einen wunderschönen Blick auf die gesamte Stadt hat.

Im Supermarkt mit tschechischen Bier, Oblaten und Obst versorgt, ging es zurück zu den Autos, die wir auch tatsächlich noch dort vorfanden. Eine zügige Fahrt, die uns auch das Sternen-Navi, eine Stunde im Kreis fahren und ein aufkommender Schneesturm nicht vermiesen konnte, endete schliesslich im heimischen Berlin.

Mit dem glücklichen Gefühl, ein Wochenende meines Lebens vollkommen ausgekostet zu haben fiel ich wie ein Stein ins Bett und träumte von - na was wohl - Frisbee Taktik :-D.




Trainingstermine

Jeden Donnerstag ab 18:30 Uhr in der Kynaststraße nähe S-Ostkreuz
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Jeden Sonntag ab 17:30 Uhr in der Kynaststraße nähe S-Ostkreuz freies Spiel für alle
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